Amplifying the South!

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20160811_102938Michelle Chen ist in ihrem Element: „The medium is the message!“, ruft die Community-Radio-Aktivistin vom Asia-Pacific-Forum aus New York zum Abschluss ihres Beitrags während des Workshops „Amplify the South“. Im Mittelpunkt der im Rahmen des diesjährigen Weltsozialforums vom New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierten Veranstaltung steht die Frage, wie die Stimmen des Südens in die Medien des Nordens gelangen können. Michelle Chen erklärt, dass Community-Radio zur Stärkung der asiatisch-amerikanischen Diaspora und ihrer Verbindungen beispielsweise mit der Bewegung für Klimagerechtigkeit auf den Philippinen beitragen kann.

Das Hauptexportprodukt der Philippinen ist Arbeitskraft. Insbesondere im Gesundheitsbereich arbeiten Philippininnen in der ganzen Welt. Doch wie hängt die Frage der mobilen Arbeit mit der Frage der Klimagerechtigkeit zusammen? In den vergangenen Jahren haben aufgrund des Klimawandels die Taifune auf den Philippinen stark zugenommen. Dabei werden nicht nur viele Menschen verletzt oder finden den Tod, sondern es werden auch ganze Landstriche verwüstet. Die philippinischen Krankenschwestern, die in den Arabischen Emiraten, in Singapur oder in Nordamerika arbeiten, sind zwar diejenigen, so Chen, „die dann viel Geld für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau schicken können, aber es fehlt einfach Pflegepersonal vor Ort.“ Die panasiatische Radioshow Asia-Pacific-Forum, die einmal in der Woche aus New York im Internetradio ausgestrahlt wird und so weltweit empfangen werden kann, macht diese Probleme und Kämpfe zum Thema. Community-Radio kann damit einen, wie Chen sagt, „progressiven“ transnationalen Raum der politischen und sozialökologischen Bewusstseinsbildung, Organisierung und Vernetzung schaffen.

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